«Die perfekte Mischung»

 

UTMB by Wildstrubel steht vor der Tür – und Jonathan Schmid wieder am Start. So ordnet der Berglauf-Botschafter den Grossanlass in die sportliche Landschaft der Destination ein.

Benjamin Haltmeier

Jonathan Schmid, Sie haben einen neuen Rekord beim Niesen-Treppenlauf aufgestellt und waren wieder 1. beim Vogellisi-Berglauf – Ihre Saison läuft hervorragend …


Ja, ich bin sehr zufrieden bisher. Diese beiden Rennen sind für mich sowieso Highlights. Vor allem freut mich aber, dass ich konstant gute Leistungen abrufen konnte und sehe, dass sich das Training auszahlt. Das gibt zusätzliches Selbstvertrauen für die zweite Saisonhälfte.

Vom 10.–13. September steht nun Wildstrubel by UTMB auf dem Programm. Warum starten Sie dort gerade beim 50-km-Rennen?


Es bietet für mich die perfekte Mischung aus Tempo, technischen Passagen und anspruchsvollen Höhenmetern. Zudem kenne ich die Region gut und freue mich darauf, auf heimischem Terrain gegen ein internationales Feld anzutreten.

Apropos international: Beim Vogellisi-Berglauf starten wohl über 80 % SchweizerInnen, bei UTMB ist es gerade umgekehrt. Verändert das Ihr Mindset?


Nicht grundsätzlich. Natürlich ist das Feld bei Letzterem stärker und breiter aufgestellt, was zusätzliche Motivation gibt. Am Ende geht es jedoch immer darum, das Beste aus sich herauszuholen.

Adelboden–Lenk–Crans-Montana: Das Terrain wandelt sich bei Wildstrubel by UTMB stetig – was heisst das für die Laufstrategie?


Es gibt schnelle Abschnitte, alpine Trails und längere Anstiege. Man muss seine Kräfte also gut einteilen und darf sich am Anfang nicht verleiten lassen, zu schnell zu laufen.  

Dieses Jahr werden 8000 Teilnehmer erwartet, 2025 waren es noch 6500. Wie erklären Sie sich den Trailrunning-Boom?


Trailrunning verbindet Sport, Natur und Abenteuer. Gleichzeitig ist der Sport durch soziale Medien, grosse Veranstaltungen und bekannte AthletInnen sichtbarer geworden. Das macht Lust, es selbst auszuprobieren.

Bei dieser Ausgabe gibt es ein neues Format mit dem «Wild Glacier Marathon Lenk». Was zeichnet diesen Trail aus?


Er führt durch wunderschöne alpine Landschaft, ist anspruchsvoll, aber trotzdem auch für viele ambitionierte HobbyläuferInnen möglich. Das macht ihn zu einer attraktiven Ergänzung des Programms.

Sie haben vor zwei Jahren auch schon den ursprünglichen Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) absolviert – was unterscheidet diese Runde von der Tour um den Wildstrubel?


Der UTMB ist vor allem wegen seiner Länge und Dauer eine ganz besondere Herausforderung. Dort spielen Schlafmangel, Ernährung und mentale Stärke über viele Stunden eine entscheidende Rolle. Beim Wildstrubel by UTMB geht es zwar ebenfalls durch hochalpines Gelände, die Distanzen sind aber deutlich kürzer und das Rennen ist entsprechend intensiver und schneller.

Schmid schätzt das heimische Terrain beim Berglauf. ©Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg
Action beim UTMB-Start in Adelboden. ©agencezoom
Als «intensiver und schneller» bezeichnet Schmid UTMB by Wildstrubel. ©Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg
Das hochalpine Terrain fordert die LäuferInnen heraus. ©agencezoom
Diese Kulisse ist die Strapazen wert. ©agencezoom
Gut ausgerüstet: Schmid läuft’s auch ohne Sonne. ©agencezoom
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